Achtung Tigermücke – gemeinsam gegen ihre Ausbreitung

© James Gathany, CDC, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Asiatische Tigermücke breitet sich zunehmend in Europa und auch in Österreich aus. Im Jahr 2022 wurde sie erstmals in allen österreichischen Bundesländern nachgewiesen. Besonders in Städten und dicht besiedelten Gebieten findet sie durch steigende Temperaturen, Gärten, künstliche Bewässerung und zahlreiche kleine Wasseransammlungen gute Lebensbedingungen. 
 

🔍 Woran erkennt man eine Tigermücke?

Die Asiatische Tigermücke ist:

  • kleiner als eine 1-Cent-Münze,
  • auffällig schwarz-weiß gefärbt,
  • an Körper und Beinen weiß gestreift,
  • an einem weißen Längsstreifen auf Kopf und Rücken erkennbar,
  • hauptsächlich tagsüber aktiv und sehr stechfreudig.

Im Gegensatz zu vielen heimischen Gelsen sticht sie daher nicht nur in der Dämmerung oder nachts, sondern vor allem untertags.
 

💧 Kleine Wasserstellen reichen bereits aus

Die Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt in kleinen, künstlichen Wasseransammlungen ab. Oft handelt es sich dabei um unscheinbare Stellen im Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder auf dem Friedhof.

Mögliche Brutstätten sind beispielsweise:

  • Regentonnen und Wassertanks
  • Blumenuntersetzer und Pflanzgefäße
  • Vogeltränken und Trinkschalen für Tiere
  • Gießkannen, Kübel und Scheibtruhen
  • Planschbecken und herumliegendes Kinderspielzeug
  • Sonnenschirmständer
  • offene Zaunrohre
  • Vasen und Grabschmuck
  • alte Autoreifen
  • verstopfte oder durchhängende Dachrinnen
  • Entwässerungsrinnen und Gullies
  • Abdeckplanen, in deren Vertiefungen sich Regenwasser sammelt
  • Dosen, Flaschen, Gläser oder andere herumstehende Gefäße
     
✅ So können Sie mithelfen

Bitte kontrollieren Sie Ihren Garten, Balkon oder Ihre Terrasse regelmäßig und beachten Sie folgende Maßnahmen:

💧 Wasseransammlungen möglichst vermeiden
🪣 Regentonnen und Wassertanks dicht verschließen oder mit einem feinmaschigen Insektenschutznetz abdecken
🌼 Blumenuntersetzer und Vogeltränken spätestens alle drei bis vier Tage vollständig entleeren und reinigen
🚿 Gießkannen, Kübel und andere Gefäße nach Gebrauch ausleeren und umgedreht oder unter Dach lagern
🧸 Nicht verwendetes Kinderspielzeug wegräumen oder so lagern, dass sich darin kein Wasser sammeln kann
🏠 Dachrinnen, Abläufe und Gullies regelmäßig kontrollieren und reinigen
☂️ Sonnenschirmständer verschließen oder anstelle von Wasser mit Sand befüllen
🛞 Autoreifen und größere Geräte möglichst nicht ungeschützt im Freien lagern
🏺 Vasen im Freien regelmäßig entleeren oder mit Sand befüllen
🌳 Wassergefüllte Baumhöhlen und andere Vertiefungen nach Möglichkeit mit Sand auffüllen
 

⚠️ Ausleeren allein genügt nicht

Die Tigermücke legt ihre Eier knapp oberhalb der Wasserlinie an den Innenwänden von Behältern ab. Dort haften sie fest und können auch längere Trockenperioden sowie den Winter überstehen.

Wurde ein Gefäß möglicherweise bereits als Brutstätte genutzt, muss es daher nach dem Entleeren gründlich ausgebürstet oder ausgewischt werden. Nach Möglichkeit sollte es zusätzlich mit heißem Wasser von mindestens rund 60 °C gereinigt und anschließend vollständig trocken gelagert werden. Einfaches Ausleeren oder kurzes Ausspülen reicht nicht aus. 
 

🛡️ So schützen Sie sich vor Stichen
  • Tragen Sie möglichst lange, helle Kleidung.
  • Verwenden Sie geeignete Insektenschutzmittel und beachten Sie die Anwendungshinweise.
  • Bringen Sie an Fenstern und Türen feinmaschige Insektenschutzgitter an.
  • Kontrollieren Sie besonders die unmittelbare Umgebung Ihres Hauses auf mögliche Brutstätten.

Da Tigermücken meist nur kurze Strecken fliegen, befindet sich ihre Brutstätte häufig in der näheren Umgebung.
 

🩺 Kann die Tigermücke Krankheiten übertragen?

Grundsätzlich kann die Tigermücke verschiedene Viruserkrankungen wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Fieber übertragen. Sie trägt diese Krankheitserreger jedoch nicht automatisch in sich, sondern müsste zuvor eine infizierte Person gestochen haben. Das Risiko einer Krankheitsübertragung ist in Österreich derzeit sehr gering. Dennoch ist es wichtig, eine weitere Ausbreitung möglichst frühzeitig einzudämmen. 

 

📱 Verdächtige Mücke entdeckt?

Fotografieren Sie das Tier möglichst deutlich und melden Sie die Sichtung über die kostenlose Mosquito Alert-App. Die eingesendeten Fotos werden von Fachleuten überprüft. Jede Meldung unterstützt die Beobachtung und frühzeitige Erkennung neuer Vorkommen.

Weitere Informationen zur App finden Sie bei der AGES – Mosquito Alert.

Hier können Sie das offizielle Infoblatt der AGES herunterladen 


Vielen Dank für Ihre Mithilfe! Durch regelmäßige Kontrollen und wenige einfache Maßnahmen können wir gemeinsam dazu beitragen, die Vermehrung und weitere Ausbreitung der Tigermücke einzudämmen.

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